Quittung richtig ausfüllen – Vollständige Anleitung
In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Angaben eine Quittung enthalten muss, wie Sie typische Fehler vermeiden und worauf Sie bei der Unterschrift achten sollten.
Was ist eine Quittung?
Eine Quittung ist eine schriftliche Bestätigung über den Erhalt einer Leistung – in der Regel einer Geldzahlung. Sie wird vom Empfänger ausgestellt und dem Zahlenden als Nachweis übergeben. Die rechtliche Grundlage bildet § 368 BGB: Der Schuldner kann nach der Leistung eine Quittung verlangen.
Im Geschäftsleben sind Quittungen unverzichtbar. Sie dienen als Buchungsbeleg, Steuernachweis und Absicherung bei Streitigkeiten. Doch nur eine korrekt ausgefüllte Quittung erfüllt ihren Zweck. Fehlende oder falsche Angaben können die Beweiskraft erheblich mindern.
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Quittung erstellenDie Pflichtangaben einer Quittung
Das deutsche Recht definiert bestimmte Mindestangaben, die eine Quittung enthalten muss. Ohne diese Angaben riskieren Sie, dass die Quittung als ungültig angesehen wird:
Checkliste: Pflichtangaben
- ✅ Überschrift „Quittung" – Macht das Dokument eindeutig identifizierbar
- ✅ Datum der Zahlung – Tag, Monat und Jahr
- ✅ Betrag in Zahlen – Genau in Euro und Cent
- ✅ Betrag in Worten – Empfohlen zur Fälschungssicherheit
- ✅ Zahlungsgrund – Wofür wurde gezahlt?
- ✅ Empfänger (Name + Adresse) – Wer hat das Geld erhalten?
- ✅ Zahlender (Name + Adresse) – Wer hat gezahlt?
- ✅ Zahlungsart – Bar, Überweisung oder EC-Karte
- ✅ Unterschrift des Empfängers – Ab 150 € gesetzlich vorgeschrieben
Beispiel: So sieht eine korrekte Quittung aus
Stellen wir uns vor, Frau Müller verkauft einen gebrauchten Schreibtisch an Herrn Schmidt für 200 €. Die Quittung würde folgende Angaben enthalten:
QUITTUNG
Datum: 15.03.2025
Betrag: 200,00 € (zweihundert Euro)
Von: Herr Thomas Schmidt, Musterstraße 12, 10115 Berlin
An: Frau Anna Müller, Beispielweg 5, 10115 Berlin
Für: Kauf eines gebrauchten Schreibtisches
Zahlungsart: Bar
Unterschrift: ________________
(Anna Müller)
Häufige Fehler und wie Sie diese vermeiden
Auch erfahrene Geschäftsleute machen beim Ausfüllen von Quittungen Fehler. Hier sind die häufigsten Probleme und wie Sie diese vermeiden:
- Fehlende Unterschrift: Die Unterschrift des Empfängers ist ab 150 € Pflicht. Vergessen Sie diese, kann die Quittung angefochten werden.
- Ungenauer Zahlungsgrund: „Diverses" oder „Sonstiges" reicht nicht aus. Beschreiben Sie den Grund konkret und nachvollziehbar.
- Falsches Datum: Das Quittungsdatum muss dem Zahlungsdatum entsprechen. Vor- oder rückdatierte Quittungen sind problematisch.
- Korrekturen und Durchstreichungen: Überschreiben Sie niemals Angaben. Stellen Sie bei Fehlern eine neue Quittung aus.
- Verwechslung mit Rechnung: Eine Quittung bestätigt eine erhaltene Zahlung. Eine Rechnung hingegen fordert eine Zahlung ein.
Sonderfälle beim Ausfüllen
Bestimmte Situationen erfordern besondere Aufmerksamkeit beim Ausfüllen der Quittung:
Quittung mit Mehrwertsteuer: Gewerbliche Verkäufer müssen auf der Quittung die Mehrwertsteuer separat ausweisen. Unser Generator berechnet den Netto-Betrag und die MwSt automatisch.
Privatverkauf: Bei Verkäufen zwischen Privatpersonen fällt keine MwSt an. Lesen Sie unseren speziellen Ratgeber zur Quittung beim Privatverkauf.
Barquittung: Bei Barzahlungen ist eine Quittung besonders wichtig, da keine Kontoauszüge als Beleg dienen. Mehr dazu in unserem Barquittung-Ratgeber.
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